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Es gab
keine festen Schlachtzeiten, jedoch ungünstige Ereignisse wie z.B. eine
gebrochene Pfote einer Ziege waren zufällige Anlässe für eine sofortige
Zubereitung der Pitina.
Salz,
Pfeffer und Polentamehl fehlten auf einer Alm nie. Das nach der Schlachtung
vom Knochen gelöste Fleisch wurde in so kleine Stückchen wie möglich
zerlegt, dann mit Salz, Pfeffer und selbstgesammelten Kräutern abgeschmeckt
und mit den Händen zu Fleischklößchen geformt. Danach wendete man diese in
Polentamehl und legte sie unter der Kaminhaube der Feuerstelle zum
Räuchern, wo sie dort für einige Tage blieben.
Einmal
getrocknet, konnten sie an jedem beliebigen Ort für Monate aufbewahrt
werden. Natürlicherweìse trockneten sie nach einer bestimmten Zeit etwas
aus, und um sie wieder weich zu bekommen, wurden sie in der Polentabrühe
gekocht.
Um den
strengen Geschmack milder zu machen, werden heute Zusätze von Speck bzw.
durchwachsenen Speck genommen.
Im
Flachland von Friuli sind heute noch Hausschlachtungen üblich. Im Val
Tramontina gib es nur noch wenige Jäger, die zur Herstellung der Pitina das
Fleisch von Gämsen verwenden.
Wir
benutzen Widder oder Fleisch von Ziegen und Schweinen, das aus nationalen
Bauernhöfen herstammt und streng kontrolliert wird.
Das
Fleisch enthält keine Arten von Farb - und Konservierungsstoffen; nur Salz,
Pfeffer, Knoblauch, Rotwein, natürliche Aromastoffe und Polentamehl, in das
es gewendet wird. Die Räucherung wird auf gutes nicht verharztes Holz
vorgenommen, das in unseren Wäldern gefällt wurde.
In der
Vorbereitung haben wir versucht, soweit es mit den gesundheitlichen
Maßstäben vereinbar ist, die Arbeitsmethoden zu respektieren, die einst nach
alter Art im Val Tramontina und im Val Silisia angewendet wurden. Mit der
Pitina della Val Tramontina werden heute besondere Gerichte kreirt, die den
althergebrachten Geschmack der Pitina besonders herausheben.
Filippo. |